Am späten Nachmittag in Esperance angekommen und von der etwas eigenartigen Stadt erholt, genannt Norseman (erste Stadt nach über 2.000 km, aber keine Menschenseele weit und breit zu sehen außer in der Tankstelle, kein Geschäft geöffnet), sind wir am Strand im Hostel abgestiegen. Total ausgehungert, da wir Obst und Gemüse ja vor der Grenze aufessen oder wegschmeißen mußten (Quarantänebestimmungen von West Australien) und die wenigen Cookies gerade für die Fahrt reichten, suchten wir den Markt, der zum Glück noch bis 7 p.m. aufhatte, allerdings war es dort nicht nur teuer, sondern die Auswahl auch noch bescheiden. Der Einkauf fiel damit sehr überschaubar aus (46g M+Ms für 2 Dollar, wofür wir sonst 500g bekommen haben, haben wir deshalb auch liegen gelassen).
Der Magen knurrte, also machten wir uns auf ins Stadtzentrum bei sommerlichen Temperaturen und einer kühlen Ozeanbrise.
Der erste Blick fiel auf einen ziemlich langen Jetty (850m Steg), der seine Besonderheit hat. Denn hier ist seit vielen Jahren Sammy, eine große Robbe zu Hause und lässt sich von den heimischen Anglern das Mahl servieren (P.S. Sammy ist der Kopf, der aus dem Wasser guckt).
Echt witzig! (und am nächsten Morgen war er immer noch da mit seiner Freundin:-) P.S. Nein, die in der weißen Hose ist nicht seine Freundin;-)
... wahrscheinlich hat Jenny die Robbe zulange bestaunt (oder die Kangäruhs hatten es ihm schon erzählt, daß sie stundenlang Streicheln und Küßchen geben kann), denn es dauerte nicht lange,
ergriff er erst einmal die Flucht ins Wasser ;-))
Der 2. Blick fiel auf ein rotes Schild mit einem großen gelben M, d.h. nach 4 Tagen mal wieder Mails abrufen. Der abendliche Spaziergang durch Esperance war sehr gemütlich - ein paar alte Gebäude von denn Anfängen der Stadt (1863, so alt wie Perth),
viele schöne Strandhäuser und einige Geschäfte. Unseren Hunger konnten wir in einem gemütlichen Lokal stillen, wo auf der Speisekarte Krokodil, Kangaroo und Kamel angeboten wurde. Das Essen auf einem heißen Stein zubereitet, war einfach köstlich und der Preis gigantisch, aber wir hatten ja einen Geburtstag zu feiern ;-) (Sister, die Rechnung kommt mit der Flaschenpost ;-))
So war wieder ein erlebnisreicher Tag unseres lang ersehnten Urlaubs vorbei ... Am Sonntag wurden wir wieder mit strahlend blauem Himmel geweckt. Nach dem zeitigen Frühstück auf der Terrasse mit Blick aufs Meer, machten wir uns weiter nach Albany, den Great Ocean Drive entlang. Dazu kurz gesagt: einfach traumhaft, ob West Beach, Blue Haven, Fourth Beach, Twilight Beach, 9 Mile Beach oder unser absoluter Favorit, der Ten Mile Lagoon, jeder war anders, aber bot tollen Sand und türkisfarbenes Wasser.
Auf unserem Weg haben wir auch mal wieder ein neues Wort gelernt: Mallee Fowls - habt ihr schon mal was von einem Thermometerhuhn gehört? Nein? Wir auch nicht...aber die haben sogar solch gelbe Straßenschilder für die...
