Montag, 30. Januar 2012

Delfine in Sicht...

In Bunbury angekommen, hatten wir quasi so mit die letzten Nächte in Australien und eins der Highlights stand auf dem Programm.
Als Übernachtungsquartier entschieden wir uns für eins der zwei Backpackers in der wohl 2. größten Stadt Westaustraliens, das Dolphin Resort Backpackers. Nur wenige Meter zu Fuß in die Innenstadt, Sichtweite zum Ozean und damit nochmal die Chance einen wunderschönen Sonnenuntergang zu sehen.


Die City und Shoppingmeile war also schnell erreicht und da eigentlich nur Touris - wie wir ;-) - bei diesen sommerlichen Temperaturen um die 40 Grad unterwegs sind, hatten wir diese ohne Menschentrubel recht schnell erkundet.
Zur Mittagszeit waren wir im Dolphin Discovery Centre, wo wir das in Baird Bay zu derzeit nicht Mögliche - wahr machen konnten - schwimmen mit Delphinen :-)
Seit ein paar Jahren sind in der Bucht einige - derzeit um die 150 Delphine - heimisch. Jährlich - im Januar - kommen hier Junge zur Welt. Irgendwie hat jeder Delphin seine Geschichte: z. B. ist Tangles wohl eine sehr erfolgreiche Mutter. Sie hat drei Kälber (soweit man weiß). Im Laufe der Jahre hat sie sehr in Gefahr gelebt. Sie wurde in 2001 von einem Hai angegriffen, im Jahr 2002 war sie mit einer Angelschnur verhettert (daher kommt wohl ihr Name). Trotz dieser negativen Erlebnisse ist sie in Koombana Bay geblieben und hat dort auch ihre Kälber (Turbo im Jahr 2005, Shadow im Jahr 2009 und Appers) zur Welt gebracht.

Bevor es aber raus aufs Meer ging, gab es einiges zu beachten - niemals diese Tiere berühren, denn es verschreckt sie und es besteht die Gefahr, dass sie aus der Bucht verschwinden. Zum anderen sind es wilde Tiere und man weiß nie, wie sie reagieren. Man wurde auf die Strömung hingewiesen und verschiedene Zeichen wurden ausgemacht, wie z. B. Hand heben, wenn ein Delphin neben oder unter dir schwimmt - Rudi war tatsächlich einmal der Erste, der dieses Zeichen gab ....
Gefahr durch einen Hai bestehen sollte (in der Zeit, wo wir in Australien waren, gab es ja leider zwei Zwischenfälle mit Haien u.a. in Perth, wo unsere weitere Reise uns noch hinführt). .... war schon spannend, vor allem, wenn man nur die Hälfte versteht ;-)
Es wurde immer aufregender, aber ... zunächst mußte man sich noch in einen Neoprenanzug quälen. Nicht, dass es so schon warm genug war.
Und für den Fall, dass es Jenny kalt werden sollte, hat sie gleich noch einen kurzen Anzug mit aufs Boot nehmen müssen. Nun war also alles komplett - Neoprenanzug, Schnorchel, Brille, Flossen .....

Mit einem Boot fuhren wir nun nach aller Einweisung raus aufs Meer. Es dauerte nicht lange und wir sahen die ersten Delphine.

Man kann eigentlich gar nicht beschreiben wie toll das ist!!! 
Die Sonne, das Wasser, das Rauschen des Meeres und dann noch diese fabelhaften Wesen 
(die man leider nicht knuddeln und streicheln darf ;-()
Erst noch einige Meter entfernt und plötzlich unter dem Boot - neben dem Boot - dann einer, plötzlich zwei und mehr .... kein Bild, was ihr hier seht, gibt nur andeutungsweise das Erlebte wieder.





Nach der Tour waren wir einfach nur happy, 
vor allem Jenny - solang` man Träume noch leben kann!